Schweiz

Erfahrungen mit Gott teilen

14.6.2021
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5
Min.

Liebe ProCONNECT-Interessierte und -Freunde

Vor sechs Monaten fand die erste Sitzung der Arbeitsgruppe ProCONNECT statt. Ja, wir haben den bisherigen, sogenannten Projektträgerkreis ProCONNECT in eine Arbeitsgruppe verwandelt, weil dies eher den Zielen von ProCONNECT entspricht. Zur Arbeitsgruppe gehören vor allem Schlüsselpersonen mit Migrationshintergrund: Neda aus dem Iran, Sheikhbrim aus Syrien, Senait aus Eritrea, Pascal aus Kamerun und neu auch John aus Eritrea.

«Migranten und Schweizer teilen ihre Erfahrungen mit Gott und ermutigen sich gegenseitig, unterwegs auf dem Weg mit Gott zu bleiben.» (Pascal)

Ziel ist die Vernetzung

Worum geht es in dieser Arbeitsgruppe? Wir überlegen gemeinsam, wie wir einheimische Christen mit Migranten vernetzen könnten. Am ersten Treffen im Dezember hörten wir uns zusammen den Schulungsvortrag von Yassir Eric an: (https://www.youtube.com/watch?v=eQFfscrH1OM&t=1074s).

Wir waren alle beeindruckt von den biblisch begründeten Gedanken über Gott, seine Kirche und seine Pläne mit ihr in der Welt. Gleichzeitig ist jedes Individuum – einheimische und zugezogene Personen – angesprochen, Teil des grossen Wirkens Gottes zu sein und seinen Beitrag zu leisten. Beim anschliessenden Austausch blieb bei jedem etwas hängen.

Darum braucht es ProCONNECT

Und als wir uns ein paar Monate später darüber unterhielten, warum es Pro-CONNECT braucht, kamen Sätze, die geprägt waren von diesem Vortrag:

«Dass wir heute als Migranten und Einheimische zusammen in der Schweiz leben, ist kein Zufall, sondern Gottes Plan steckt dahinter.» (Senait)
«Wir können Brücken zwischen Kulturen bauen und gegenseitiges Verständnis wecken. ProCONNECT ist besonders wichtig für uns Migranten, weil Menschen mit Migrationshintergrund in der Schweiz Christen kennen lernen, sogar mit Jesus eine Beziehung aufbauen, und durch Jesus Heilung in allen Schwierigkeiten und Verletzungen erfahren können. Und das ist das Beste.» (Neda)
«Was wir als ProCONNECT tun, ist wichtig, weil es Vertrauen zwischen Einheimischen und Migranten schafft. So entsteht Kommunikation und dadurch Lösungen und Möglichkeiten für beide Seiten.» (Sheikh)
«Ich bin motiviert, mitzuarbeiten und zusammen etwas Gutes für Gott zu machen, weil es für mich wichtig ist als Christ und als Flüchtling im Exil.» (John)

Das Miteinander vorleben

Wir besuchen Anlässe in Kirchen und Gemeinden, für einen Vortrag, einen Workshop oder einen Gottesdienst. Dabei ist es uns wichtig, dass unser Miteinander sicht-, hör- und erfahrbar wird. Denn darin kommt etwas von Gottes Weisheit und Liebe zum Ausdruck. Neda zum Beispiel erzählte letzthin während dem ProCONNECT-Vortrag in einer Kirche, wie es ihr ergangen ist, als sie neu in die Schweiz kam. Sie lernte rasch Deutsch, kam in Kontakt mit einem offenen Treff, wo sich viele Migranten begegnen und machte sich dort schon bald als Übersetzerin nützlich. Es ist total spannend zu hören, was sie dann, mitten in einer Depression, im Kontakt mit Schweizern erlebte ...

Interesse geweckt? – Wer Nedas Geschichte oder andere berührende persönliche Erlebnisse erfahren möchte, darf uns gerne in eine Gruppe oder eine Gemeinde einladen. Wir kommen gerne!
Kontakt: rahel.strahm@sam-global.org

Hoffnung teilen

Drei Personen aus der Arbeitsgruppe ProCONNECT engagieren sich auch im Leitungsteam der monatlichen Hoffnungsabende in der sozial-diakonischen Arbeit Linde von Chrischona Zürich. Das Ziel der Hoffnungsabende ist es, wie der Name schon sagt, Hoffnung zu teilen. Eine Geschichte zu einer biblischen Person, das Erzählen eines persönlichen Erlebnisses mit dem Glauben an Jesus Christus, eine Pantomime und Gespräche um einen Tisch schaffen den Rahmen dafür. Es ist sehr inspirierend und lehrreich, als Team aus verschiedenen Kirchen und Nationen zusammenzuarbeiten. Wir haben ein klares Ziel: Unsere Gäste sollen die Liebe und die starke Hoffnung, die durch den Glauben an Jesus Christus kommen, spüren, sehen und hören. Und wir geben uns viel Mühe, dies möglichst verständlich zu tun. Es gibt Übersetzungen, Musik, Dekoration und etwas Essbares «to go». Als Team werten wir jeden Abend aus und lernen aus dem, was gelungen ist oder noch besser gemacht werden sollte.

Etwas Essbares «to go»

Unsere Angebote (Themen nach Absprache):

  • Begegnen und Teilen – Einblick in eine sozialdiakonische Arbeit in Zürich.
  • Brücken bauen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft – wie geht das?
  • Mein Haus – ein Haus des Gebets für alle Völker – Gottes offene Arme für alle Menschen. Was könnte das für unsere Gemeinde bedeuten?
  • Wir und die Fremden – wenn Jesus uns zusammenbringt.
  • Migration und Mission – Gottes spezielle Art, seine Menschen zu suchen.
  • Muslimen begegnen und überrascht werden.
ProCONNECT-Vortrag in einer Kirche

Sponsoren gesucht

Jedes Jahr am SAMfest, dieses Mal am 14. August in Winterthur (https://www. sam-global.org/event/samfest2021), findet ein Sponsorenlauf für die verschiedenen Projekte statt. Ahmad, ein junger Mann, der in Zürich lebt, wird dieses Jahr fürs ProCONNECT laufen. Wir laden euch herzlich ein, ihn zu sponsern oder aber selber zu laufen.
Weitere Informationen unter: https://www.sam-global.org/event/sponsorenlauf-am-samfest-2021


Vielen Dank für eure Unterstützung!

Rahel Strahm
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